Mitarbeit in elterlicher Arztpraxis

25.01.2010

Können Eltern die Vergütungszahlungen an ihr Kind für seine Mitarbeit in ihrer Arztpraxis als Betriebsausgaben absetzen?

Der 1976 geborene Sohn S hatte eine Ausbildung zum Elektriker absolviert und bewohnte eine eigene Wohnung. Er arbeitete neben seiner weiteren Ausbildung zm Kälteanlagenbauer für die Dauer von 7 Stunden in der Woche in der Arztpraxis seiner Mutter mit. Er war dort - neben verschiedenen Aushilfstätigkeiten - für die Wartung der Computer zuständig. Er hatte mit der Mutter einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, in dem die Tätigkeiten näher bezeichnet waren. Als die Mutter in ihrer Steuererklärung die an ihn gezahlte Vergütung als Betriebsausgaben geltend machte, erkannte das Finanzamt diese nicht an. Nach Ansicht des FA handele es es sich um eine Tätigkeit i.R.d. Familienhilfe, die steuerlich nicht als Arbeitsverhältnis anerkannt werden könne. Hiermit war die Mutter nicht einverstanden. Sie verwies darauf, dass der abgeschlossene Arbeitsvertrag für ein Arbeitsverhältnis spricht. Darüber hinaus hatte S die Arbeitsstunden auch tatsächlich abgeleistet. Schließlich wies sie darauf hin, dass S von diesem Einkommen eigenständig leben kann und daher keinen Unterhalt beziehen braucht. Das sächsische FG gab der Klage der M statt (Az. 6 K 1713/05).

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