Miete für Konzertsäle

29.05.2017

Müssen Konzertveranstalter die Kosten für die tageweise Anmietung von Konzertsälen und anderen Veranstaltungsstätten bei der Gewerbesteuer anteilig ihrem Gewinn hinzurechnen?

Die K-KG veranstaltet Konzerte und mietet hierfür verschiedene Immobilien wie Theater, Konzertsäle, Stadien und Arenen an. Im Jahr 2009 betrug die Mietdauer regelmäßig einen Tag, in Ausnahmefällen bis zu acht Tagen. Die K-KG mietete 13 verschiedene Objekte rund 160 Mal an: Ein Objekt mietete sie 61 Mal, ein Objekt 42 Mal, ein Objekt 30 Mal, ein Objekt zwölf Mal und die weiteren Objekte zwischen vier Mal und einmal an. Die K-KG zog die Kosten für diese Mieten von ihrem Gewinn für 2009 ab, nahm jedoch keine Hinzurechnung eines Anteils dieser Ausgaben für die Gewerbesteuer vor. Nach der dortigen Regelung sind Miet- und Pachtzinsen für die Benutzung unbeweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens unter näher bezeichneten Voraussetzungen anteilig dem Gewinn aus Gewerbetrieb hinzuzurechnen. Das Finanzamt erhöhte die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer und bekam beim Bundesfinanzhof Recht.

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